17 Juni 2015

GREECE 5: Amorgos - Naxos - Santorini


Es ist fünf Uhr morgens und wir befinden uns auf einer großen Fähre. Es ist schon hell draußen, die Sonne ist allerdings noch nicht aufgegangen. Während der Halbdunkelheit versuche ich, einige Langzeitfotografien zu schießen, die allerdings so schlecht geworden sind, dass ich sie euch lieber vorenthalte. Nichts desto trotz waren wir frohen Mutes auf dem Weg nach Naxos, von dort aus wird es nämlich weiter nach Santorini gehen. Den Sonnenuntergang habe ich leider nicht fotografiert, da war ich wirklich zu müde für. 


In Naxos hatten wir dann knapp 3h Aufenthalt, ehe unsere Anschlussfähre anlegen wird. In dieser Zeit haben wir uns die Gassen Naxos' angeschaut. Besonders gut hat mir 'The Old Market' gefallen. Dort waren weniger touristische Läden, sondern mehr Wohnhäuser und kleinere Läden. Eine alte Frau saß vor ihrer Wohnung und hat mich argwöhnisch beobachtet, während ich mit der Kamera umherspaziert bin und die kleinen Gassen fotografiert habe. Allerdings ist das System ziemlich komplex, ich habe mich ein paarmal verlaufen, gegen Ende dann aber doch noch rausgefunden. Falls ihr also mal nach Naxos kommt müsst ihr unbedingt durch den Old Market durchschlendern. 




Beim Warten auf unsere Fähre habe ich dann extra für euch noch ein paar Schlepper fotografiert. So sieht das nämlich aus, wenn man von seiner Fähre kommt und nach einer Pension sucht - man wird belagert von unterschiedlichen Menschen, die ihre Angebote auf Schildern präsentieren. Und finden tut man auf den Inseln eigentlich immer etwas. 
Die restliche Zeit habe ich damit verbracht, einen furchtbar teuren Frozen Joghurt in mich reinzuschaufeln und mich auf einer Parkbank zu sonnen und dann ging es auch schon weiter nach Santorini.



Santorini ist, für diejenigen, die es nicht wissen, eine Vulkaninsel. Das macht sie so besonders. Sie ist relativ lang gezogen und eine Seite der Insel fällt sehr steil ab, die andere mündet flach ins Meer. 
Doch leider wurden wir bereits bei unserer Ankunft ein wenig enttäuscht. Die schöne, einzigartige Insel wurde zum Opfer des Massentourismus'. Der Hafen war komplett überfüllt, die ganze Insel war komplett überfüllt, hat nicht genug Platz für so viele Menschen geboten. Besonders Asiaten waren viele unterwegs. Es ist wirklich schade, dass diese Ursprünglichkeit und Natürlichkeit durch Geldgier zerstört wurde. Überall Immobilien, durch Touristen verstopfte Straßen (besonders die, die mit Squads und Mofas rumgefahren sind haben zu einem überlaufenen Verkehr geführt) und kaum mehr Einwohner, die nicht von Tourismus leben. 
Unsere kleine Unterkunft lag in Katerados, ein Vorort von Fiera, einer der zwei größten Städte auf der Insel. Sie war recht bescheiden im Vergleich zu den schnuckeligen Zimmern auf Amorgos. Unser Zimmer roch nach Zigarette, es gab nur kaltes Wasser in der Dusche und die Gestaltung war auch eher lieblos. Nichtsdestotrotz sind wir am Abend tapfer nach Fiera marschiert, das war etwa eine halbe Stunde Fußweg. 



Fiera ist zwar eine wirklich wunderschöne Stadt - nicht umsonst gibt es so viele berühmte Bilder über die Flachdächer - aber auch hier war alles verstopft. Menschen überall, Fahrzeuge, Touristenfänger, die einen auf der Straße vor Restaurants angesprochen haben und einen kaum mehr gehen lassen wollten. Sehr ungriechisch, sich so aufzudrängen.
Als dann aber die Sonne über der Thia und Nea Kameni untergegangen ist, haben wir dann doch noch alle gute Laune bekommen.
Bei einem vegetarischen Imbiss gab es auch wirklich leckere Falafeln, dort haben wir uns erstmal bedient. Im Supermarkt haben wir uns dann noch Obst mit Yoghurt für den nächsten Morgen gekauft und sind dann bei Vollmond zurück in unsere Unterkunft gelaufen. Unglücklicherweise lief dort das WLAN nicht. Meine Schwester hatte Internetzugriff, nur mein Handy wollte sich nicht verbinden. (Ironischerweise hat es am letzten Tag 10min vor unserer Abreise geklappt....) 



Am nächsten Morgen sind wir dann fröhlich aufgestanden um uns auf den Weg zum Red Beach zu machen. Klingt ein wenig wie Red Bull, aber da gab es tatsächlich roten Sand, der auf die Lava und das Vulkangestein zurückzuführen ist. Und ich meine wann hat man denn bitte die Chance auf roten Sand zu treffen? 
Der Weg zum Strand war ein wenig abenteuerlich. Die Menschen, die ihr auf dem Foto unten erkennen könnt, klettern ihn grade entlang. Es war nämlich kein befestigter Weg, sondern ein Trampelpfad über Stock und Stein. Meine Mutter hat sich etwas schwer getan mit ihrer Höhenangst, aber ich fand das ganz cool und habe auf dem Weg auch noch etwas Vulkandreck für den Erkundeleistungskurs gesammelt. (Unser Lehrer war begeistert)



Mamas Sorge hat sich aber doch als berechtigt bewiesen. Wie ihr sehen könnt hat es einen Steinrutsch gegeben. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber da der Strand nicht abgesichert war, hatten wir doch ein etwas mulmiges Gefühl. Leider konnte ich aufgrund von ungünstig gelegenen Frauenproblemen und nicht vorhandenen Toiletten nicht baden und habe mich stattdessen auf getrocknetem Seegras und rotem Sand platziert und mich gesonnt




Wie ihr sehen könnt hat meine Bikinifigur unter dem bisherigen Urlaub etwas gelitten, das habe ich aber mittlerweile wieder hinbekommen, haha :D Auf dem Hinweg haben wir übrigens noch in einer nettten Taverne etwas gefuttert. Das Essen war zwar etwas fettig, aber immerhin gab es WLAN! 






Kommentare:

  1. auch wenn santorin total überfüllt war der sonnenuntergang sieht schön aus und auch red beach :) schöne bilder!

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  2. Wie immer sehr schöne Bilder.

    Ja, die Sache mit dem WLAN...
    Ich hatte das Gefhül, dass unsere FSJ-Seminare immer dort hingelegt worden, wo man auf garkeinen Fall normales Netz hat und natürlich das Hausinterne WLAN nicht funktioniert -.-
    Irgendwie traurig, dass ich mal sagen werde, dass ich mich etwas "abvomschuss" fühle, wenn ich mal keine Internetverbindung über Tage hinweg habe...

    Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte:)

    Alles liebe Julia :-*

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