Taramtamtaaam. Für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, immer ein Thema pro Blogeintrag ein 'Grundthema' zu behandeln, wie hier jetzt Generation Smartphone. Da werde ich euch meine Meinung mitteilen und blaaaah cx.
Ich habe ein Smartphone. Allerdings ein totes. Nunja, es ist nicht tot, liegt aber im Sterben. Es kann nicht mehr telefonieren, stürzt dauernd ab und hat noch immer Colareste in sich. Ich bin auch nicht der Typ Mensch der den ganzen Tag vorm Handy sitzt (nunja, vielleicht den halben). Ich schaue ab und zu auf mein Handy, wenn ich gerade eine Pause habe oder ein wenig Zeit, habe aber die Benachrichtigungen ausgestellt, da es durch die ganzen Gruppen einfach zuviel geworden wäre. Ich bin grundsätzlich nur für längere Zeiten online, wenn ich mit wichtigen Menschen schreibe. Ansonsten muss ich sagen, dass ich viel zu sehr an meinem realen Leben hänge. Ich beschäftige mich lieber mit meinen Viechern, schieße Fotos oder blogge (hahaha, das könnte ich garantiert nicht wenn ich ein Smartphonii wäre). Ich verstehe wirklich nicht, wie man daueronline sein kann. Ich meine, was ist das denn für ein langweiliges Leben, wenn man nichts tut außer online zu sein und seinen Freunden nachzustalken, wann diese das letzte Mal online waren? Gute Nacht Welt.

Ich hab natürlich auch mal wieder einen Bericht dabei, von meinem zweiten Tag bei der Polizei. Ich hoffe das interessiert euch zumindest ein bisschen :D Naja, ansonsten überfliegt ihr den Text eben einfach. Und es gibt auch mal wieder ein paar neuealte Fotos von meinem Hund, der Lotta. Die letzten beiden Fotos sind übrigens von gestern. Also, viel Spaß mit dem Bericht.

Auch der heutige Tag startete wieder im Gruppenraum. Wir
wiederholten nochmals kurz das gestern besprochene und legten dann gleich los.
Heute wurden uns die in den letzten 24h geschehenen Fälle aus dem Bezirk
Crailsheim vorgelesen. Es war wirklich interessant, was da so alles dabei ist.
Auch einige Vermisstenanzeigen wurden aufgegeben. Im Anschluss wurden wir zu
dritt in Teams eingeteilt und haben einen Fall bekommen, sowie einen Auszug aus
dem Gesetz. In unserem Fall wurde beschrieben, wie ein Mann im betrunkenen
Zustand seine Ehefrau schlägt, diese während einer dieser Auseinandersetzungen
zu den Nachbarn fliegt, welche dann die Polizei rufen. Die Streife findet eine
verletzte Frau vor und versucht den Ehemann zu erreichen, welcher das Klingeln
allerdings ignoriert. Daraufhin öffnete die Frau die Türe mit einem Schlüssel.
Sobald der immer noch betrunkene Ehemann die Frau sieht, versucht er wieder auf
sie loszugehen. Daraufhin nimmt die Streife denn Mann in Gewahrsam. Die Frage
war, ob sie richtig gehandelt haben und ob sie den Mann durchsuchen dürfen. Wir
haben also im Gesetz nach dem jeweiligen Paragraph gesucht und sind darauf
gekommen, dass die Streife richtig gehandelt hat und sie den Mann auch
durchsuchen dürfen. Danach hat uns Herr Schüttler eine Powerpoint-Präsentation
vorgestellt, in der es vor Allem um Ausbildung und Studium ging. Wir haben
erfahren, dass man bestimmte Voraussetzungen haben muss, um den Beruf eines
Polizisten ausüben zu können, wie zum Beispiel dass man das Sportabzeichen Silber
haben muss, über 160cm groß sein muss und noch nicht mit dem Gesetz in Konflikt
gekommen sein darf. Es wird unterschieden zwischen mittlerem und gehobenem
Dienst, wobei man den gehobenen Dienst nur durch ein Studium erreichen kann. Jeder,
der anstrebt ein Polizist zu werden, muss erstmal eine 2,5 jährige Ausbildung
über sich ergehen lassen, gefolgt von 2,5 Jahren Berufserfahrung. Mit einem
Abiturschnitt von mindestens 3,0 und dementsprechenden Leistungen stehen einem
danach noch die Möglichkeiten zum Studium frei, um somit in den gehobenen
Dienst zu kommen.

Nachdem wir die Powerpoint-Präsentation beendet haben,
kam ein Mann aus dem Abteil der Kriminalpolizei und hat uns die Aufgabenfelder
der Kripo vorgestellt. Das waren zum Beispiel Tötungsdelikte, Sexual-delikte,
Rauschgift, Jugendkriminalität und Brandstiftungen. Das Ganze war sehr
spannend, da ich mich ja besonders auch für den Bereich der Polizei
interessiere. Wir haben einen immer noch ungeklärten Fall von 2008 vorgelegt
bekommen, in dem eine Frau ertrunken neben einem ausgetrockneten See gefunden
wurde. Ihr Auto stand ein paar Meter entfernt mit einem nassen, dreckigen
Teppich auf der Rückbank. Wir sind die Ermittlungen Schritt für Schritt
durchgegangen, haben Bemerkungen gemacht, gerätselt und hatten neue Einfälle.

Am Ende sind wir darauf gekommen, dass die Frau sich mit einem Freier aus einem
zwielichten Prostitutionsvermittler, bei dem sie ihren Körper gegen Geld
angeboten hat, sich dort getroffen hat, die beiden haben den Teppich neben dem
damals noch vollen See gelegt und dort muss es zum Streit gekommen sein.

Die
Frau wurde unter Wasser ermordet und liegen gelassen, der Teppich zurück ins
Auto geschleift. Da der See ein Auffangbecken des Regens der nahegelegenen
Autobahn war, ging das Wasser, sobald es nicht mehr geregnet hatte, zurück und
der See trocknete aus. Die Polizei kann dem Mann, mit dem sich die Frau
vermutlich getroffen hat, aber nicht nachweisen, dass er sie ermordet hat und
so ist der Fall bis heute ungeklärt. Zum Schluss haben wir uns noch ein kindgerechtes
Verhörungszimmer angesehen, das speziell für Kinder angefertigt wurde, damit
sich die Kinder dem Polizisten leichter öffnen. Es ist mit zahlreichen
Kuscheltieren und Kameras belagert, damit das Kind nur einmal vernommen werden
muss und man nachher jede Reaktion auf Video auswerten kann. Der gesamte Tag
war sehr spannend und eindrucksvoll.
Wir sind alles, was ich nicht bin.
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