13 März 2014

Attentionwhore on Tour



Bin ich eine Attentionwhore (Aufmerksamkeitsgeiles Weib)? Nein, ich denke nicht. Ich denke, mir macht es Spaß zu bloggen, Bilder und Berichte von meinen Pferden zu schreiben und Videos zu schreiben. Ich finde es interessant meine Meinung auszudrücken, denn nur so kann ich mir irgendwie klar machen, was meine Meinung überhaupt ist. Ich will kein Leben haben, in dem ich keinen Deut mehr Privatsphäre habe. Also ich glaube nein, ich bin keine Attentionwhore. Ich kann das übrigens nicht haben, wenn man 2405737501570 Bilder von seinem seltsamen Haus, die Ärsche seiner Pferde oder hässliche Selbstportraits täglich postet. Vor allem dann noch mit billiger Handyqualität. Das brauch ich mir nicht geben und sowas ist für mich dann eher eine Attentionwhore. Oder jemand der eben um jeden Preis Aufmerksamkeit möchte, das heißt alle Möglichkeiten nutzt um ständig Werbung für seinen Rotz zu machen und sich überall in den Mittelpunkt drängen möchte. So, jetzt aber genug philosophiert. Betrachtet das wunderschöne Blümchenbild, schließt die Augen und begebt euch in einen inneren Zustand der Gelassenheit. Spaaaß. Bevor ich's vergesse, ich bin das Wochenende über bei meiner Freundin (bei der, die im Sommer da war und mit der ich mich im Herbst getroffen habe -> Kira), das heißt, ich komme am Freitag gar nicht heim. Am Sonntag/ Montag gibts dann den Praktikumsbericht vom Freitag, sowie Fotos und einen Bericht vom Wochenende. Außerdem bin ich grade dabei den Inhalt meines Koffers zu fotografieren für ein 'Whatsinmybag'. Spannend, spannend. Nun gut, aber zurück zum eigentlichen Thema. Ihr bekommt euren Polizeibericht und ich meinen Feierabend. 




Auch heute waren wir wieder im Polizeipräsidium Schwäbisch-Hall. Zuerst haben wir noch ein paar Infos über die Aufgaben des SEKs, also Sondereinsatzkommandos bekommen und uns wurden wieder die Polizeiberichte der letzten 24h vorgelesen. Auffällig waren heute die vielen psychisch kranken, die mit polizeilicher Hilfe dann zurück nach Hause gebracht wurden. Schließlich haben wir zwei Warming-Ups gemacht, einmal sollten wir so schnell wie möglich einen Spruch, verteilt auf verschiedene Zettel, in die richtige Reihenfolge bringen und beim zweiten Mal einen weiteren Intelligenztest machen. Im Anschluss haben wir ein paar Infos über die Dienstwaffe bekommen. Ein Polizist hat die Waffe überall mit dabei und die Kugel ist etwa 480 m/s schnell. Die Munition, die wir auch besichtigt haben, hat keine Spitze, da sie sonst einfach durch den Körper durchfliegen würde und für alles dahinter eine Gefahr darstellen würde.  Herr Schüttler hat seine Dienstwaffe noch nie benutzen müssen, sie ist aber auch für das selbstsichere und professionelle Auftreten gegenüber Kriminellen wichtig. Herr Schüttler hat uns von einem Fall erzählt, bei dem er einen Mopeddieb verfolgt hat, erst per Dienstwagen und später dann zu Fuß. Als der Dieb gefolgt von Herr Schüttler über eine Hecke gesprungen ist und in einem Swimmingpool gelandet ist, hat der Dieb eine große Eisenstange gegen den Polizisten verwenden wollen, woraufhin Herr Schüttler die Waffe gezogen hat, aber nicht verwenden musste. Auch den Dienstausweiß hat der Polizist immer mit dabei, da er so überall reinkommt, da er sich ja als Vertreter des Staates ausweisen kann. Wir durften die Waffe auch in die Hand nehmen und zielen üben und uns wurde gezeigt, dass Polizisten die Waffe immer mit beiden Händen unterhalb des Gürtelbereichs heben, nicht wie im Fernsehen gezeigt wird neben dem Kopf.

Im weiteren Verlauf des Vormittags haben wir einen Fall  bearbeitet, bei dem eine Frau bewusstlos und mit Schnittverletzungen an einer Bushaltestelle gefunden wurde und wir sind möglichen Spuren nachgegangen und haben gerätselt, wie man als Kriminalbeamter vorgegangen wäre. Dann hat uns ein jüngerer Polizist, Herr Koblenz besucht und uns von seiner Karriere berichtet, sowie etwas von der Änderung der Verwaltung erzählt, also dass die Kreise Schwäbisch-Hall, Crailsheim und Waiblingen jetzt unter einen Hut gefasst wurden. Wir haben etwas über die Aufgaben des Streifendienstes zu hören bekommen, die vor allem der Verkehr, Drogenmissbrauch und Diebstahl sind, außerdem leisten Straßenpolizisten die Vorarbeit für die Kripo. Auf meine Frage hin hat uns Herr Koblenz erzählt, dass sie eine 41h Woche haben und auch nachts arbeiten müssen. Dann bekamen wir seine Ausrüstung vorgestellt, die aus einem Funkgerät, einem Schlagstock, einem Messer mit Gurtschneider, einem Pfefferspray, Munition, einer Dienstwaffe, Handschuhen, Handschellen, einer Taschenlampe und einer Schutzweste besteht. Schließlich haben wir ein Dienstzimmer besichtigt, sowie eine Zelle. Wir haben noch weitere Schusswaffen der Polizei vorgestellt bekommen und durften diese auch mal tragen. Außerdem durften wir zum Abschluss noch einen Blick in den Drogenschrank werfen, in dem die Polizei die eingesammelten Drogen aufbewahrt.



1 Kommentar:

  1. Ich musste beim ersten Abschnitt richtig lächeln; genau so denke ich auch. Nein, ich will dein verpixeltes Duckface-Selfie nicht sehen, und ich versteh auch nicht, wieso du aus diesem Mist jetzt wieder ein Drama machst und - nein. Versteh ich nicht. Warum müssen manche Leute immer im Mittelpunkt stehen?

    Warst du mit deiner Klasse im Präsidium? Klingt wirklich interessant, vor allem das mit der Frau an der Bushaltestelle, aber ich vermute, bei uns kommen in nächster Zeit höchstens noch Theaterbesuche im Rahmen des Deutschunterrichts... Haben die echt noch die ganzen Drogen im Schrank? Klingt irgendwie riskant, die da alle aufzubewahren, aber gut, irgendwo müssen sie ja hin und ein Polizeipräsidium ist wohl verhältnismäßig sicher.

    Liebste Grüße, Märchenkind

    maerchenschimmer.blogspot.de

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